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Samstag, 5. Dezember 2009

Gastbeitrag von Tim (ein anderer Tim) und Jessica: Psalm 23

Ihr kennt das Verfahren ja mittlerweile, also spar ich mir lange Vorreden mal ganz:


Psalm 23


Hallo ihr lieben LOST-Suchtis,
bevor ihr meinen und Tims Gastbeitrag lest, wollten mein Kumpel Tim und ich uns noch einmal vorstellen: Also mein Kumpel heißt wie gesagt Tim und ich bin Jessica. Ich wollte das nur aus Höflichkeit nochmal erwähnen. Was noch wichtig zu wissen ist, ist, dass wir den Beitrag zusammen geschrieben haben und die Person sich dadurch auch einmal oder zweimal oder vielleicht auch 108mal ändern kann, aber ich hoffe, dass das in Ordnung ist. Und nun Vorhang auf für unseren Gastbeitrag!

Die erste Szene zeigt die Brüder Eko, Yemi und ein paar andere Jungen beim Fußballspielen. Es wirkt alles sehr glücklich, bis die Guerillas auftauchen. Nachdem Eko Yemi das Leben gerettet hat, indem er den alten Mann erschossen hat, sieht man das erste Mal das Kreuz. Es ist ein Leitmotiv dieser Episode. Als erstes bekommt man es also im ersten Flashback zu Gesicht. Eko trägt es noch selbst, ehe es ihm vom Guerilla abgerissen wird. Yemi hebt es auf und legt es bis Eko seine Leiche, die er durch das Kreuz identifiziert, im Dschungel findet, nicht wieder ab. Dort nimmt es Eko wieder an sich und trägt es seinerseits bis zu seinem eigenen Tod.

Der Teil, in dem der Truck mit Eko das Dorf verlässt, erinnerte mich ein wenig an die Endszene des letzten Flashbacks der Episode, wo der Truck mit den Soldaten und Eko den Flugplatz verlässt.

Auf der Insel sieht man wie sich Claire zu Eko an den Strand setzt. Bisher dachten wir immer, dass Eko wenigstens ein wenig von dem Christentum versteht. Jedoch bewies uns diese Episode und ganz speziell auch diese Szene genau das Gegenteil. In dieser Szene verwechselte er Islam und Christentum. ‘‘Aaron? The brother of Moses? Aaron was a great man. Moses had great difficulty speaking, so it was Aaron who spoke for him.’’ (‘‘Aaron? Der Bruder von Moses? Aaron war ein großer Mann. Moses hatte Schwierigkeiten, sich richtig mitzuteilen. Und so war es Aaron, der für ihn gesprochen hat. ’’) Das Aaron der Bruder Moses ist, wollen wir gar nicht bestreiten, jedoch ist es nicht korrekt, dass Aaron für Moses gesprochen hat. Aaron war ein Sprecher für Allah im Islam. Er wurde von Allah zum Volk Israel ausgesandt um ihnen zu predigen, dass sie nur Allah dienen sollten und nur Gutes tun sollten und kein Unrecht anderen Menschen zuzufügen. Im Mittelalter wurde dann der christliche Aaron zu den Propheten und Kündern der Jungfräulichkeit Marias gezählt, womit wir wieder bei den Marienstatuen wären. Außerdem, und damit ziehen wir jetzt die Szene in der Charlie und Eko den Psalm beten mal vor, hat Eko anscheinend keine Ahnung wie der Psalm 23 tatsächlich lautet. Es heißt nämlich nicht ‘‘…and if I walk through the shadow of the valley of death…’’ sondern ‘‘…and if I walk through the valley of shadow and death…’’. Im Deutschen wurde dieser Fehler aber "leider" korrigiert.

Nun zurück zur eigentlichen Szene. Claire erzählt Eko von Charlies Statue: ‘‘You should speak to Charlie. He doesn't want to admit he's religious, but he carries around a statue of the Virgin Mary. ’’ (‘‘Du solltest mal mit Charlie reden. Er will nicht zugeben, dass er religiös ist, aber er hat in seiner Tasche eine Statue der Jungfrau Maria.’’) Wir fragten uns hier warum Eko, nachdem Claire ihm das erzählt hat, bereits so geschockt ist. Es ist ja nichts Merkwürdiges daran, wenn ein Katholik eine Marienstatue mit auf Reisen nimmt. Natürlich ist es bei einem jungen Spund (Insider für Styrzl-Fans) wie Charlie selten so gläubig zu sein, dass man eine Marienstatue mit sich herumträgt, aber wem es gefällt.
Naja, wie dem auch sei: Claire zeigt Eko die Statuen (ziemlich unhöflich einfach an die privaten Dinge anderer Personen zu gehen, auch wenn man sich das Zelt mit ihnen teilt; man könnte schließlich etwas kaputt machen…oh Entschuldigung, das war ja auch so geplant von unserem Inselpriester), denn der erkennt sie natürlich sofort, aber er muss ja sicher gehen, dass es nicht ein Zufall ist, dass ausgerechnet auf dieser Insel (wo ja so wenige Zufälle passieren) eine Statue, ist, die genauso aussieht wie die, die er mal schmuggeln wollte, die aber Charlie rein zufällig irgendwo anders gekauft hat. Also macht er sie kaputt, um zu sehen, was drin ist. Was er Charlie gesagt hätte, warum seine Statue auf einmal in tausend Teile zerbrochen ist, wenn kein Heroin drin gewesen wäre, hätte er sich wahrscheinlich noch überlegen müssen. Vielleicht ja: "Das war Jesus - der hatte schon immer Probleme mit seiner Mutter!" [Vorschlag der Redaktion].

Nun zur Nebenhandlung in der Luke. Locke hat anscheinend ein Problem mit Vertrauen. Er vertraut fast keinem, wie man in dieser Episode schön sieht, als er mal wieder die Kombination für das Schloss ändert (sein zweites Hobby, nach über das Schicksal reden). Später wird ihm selbst dann nicht mehr vertraut.

In der nächsten Szene sieht man Charlie und Jin beim Fischen, okay Charlie singt denke ich mal mehr als er angelt, aber da ich aus dem Song nichts besonderes schließen kann, ist das wohl eher nebensächlich. Unter Umständen singt er die Fisch ja ins Netz... so wie der Rattenfänger von Hameln [blöder Scherz der Redaktion]. Sie unterhalten sich ein bisschen, sofern man das Unterhaltung nennen kann, bis Eko kommt. Dieser ist immer noch sehr aufgebracht wegen der Statue und sagt etwas sehr bemerkenswertes, auch wenn es höchstwahrscheinlich nur ein Zufall ist (klar von den LOST-Machern wurde die Wortwahl natürlich extra ausgewählt). Er stellt Charlie wortwörtlich dieselbe Frage, die er im Flashback den marokkanischen Drogenhändlern: ‘‘Where did you find this?’’ (Im Deutschen ging dieses kleine Detail mal wieder verloren: "Wo hast du die her?"(Charlie) / "Wo habt ihr das gefunden?"(Marokkaner)).

Nach dem Flashback kommt das Gespräch mit Charlie und Claire. Ich persönlich verstehe Claire auf der einen Seite, auf der anderen Seite auch nicht. Wenn sie Charlie liebt, dann dürfte sie ihn, wenn er denn noch Heroinabhängig wäre, in so einer Situation nicht alleine lassen. Das ist zwar ein anderes Thema, aber wenn er noch abhängig gewesen wäre und Claire dann (in Feuer und Wasser) mit Locke gesehen hätte, hätte es entweder eskalieren können und er hätte sich…wie heißt das…Todesspritze ja nicht, aber…hm… Goldener Schuss, vielleicht? [Anm. d. Red. a.k.a. Anubis2705] er hätte zu viel auf einmal nehmen können, oder er hätte Locke töten können. Die, die schon mal im Musical Blood Brothers in London waren (nebenbei: das beste Musical, das ich jemals gesehen habe), wissen was ich meine - okay, da war es der Bruder, aber egal. Aber wie gesagt, das ist ein anderes Thema.

Nun zur nächsten Michael-und-Locke-Szene, von der wir vermuten, dass sie einer der Mitfaktoren für den Tod von Ana-Lucia und Libby ist. der Tod ersterer hat einige ja nicht gerade traurig gemacht hat, obgleich ich eigentlich nie sooo viel gegen sie hatte, okay sie war unfreundlich und so, aber den Tod habe ich ihr nicht gewünscht. Aber da ist ja jeder anderer Meinung. Ich bin zum Beispiel auch eine der wenigen (von denen, die ich persönlich kenne und die LOST gucken), die Locke hassen. Relativ lustig fanden wir, dass die Schießübung mit einem DHARAMA-Ranch Composite (DHARAMA-Dressing - so steht es jedenfalls in LOSTpedia (die Leute haben echt keine anderen Hobbies als die Schrift der DHARMA-Etikette, sorry, DHARAMA-Etikette, nachzuprüfen)) gemacht wurden. Wir haben das zwar selber nicht erkannt, vielleicht erkennt ihr es ja auf dem Foto, aber wir haben es in LOSTpedia gelesen.

Interessant fanden wir im nächsten Flashback die Anspielung auf die Kinderlähmung ‘‘Sir! Sir, if you buy a statue the money will buy polio vaccine for the village. 200 Naira, sir.‘‘ (‘‘Sir! Sir, wenn Sie eine Statue kaufen, können wir davon Polioimpfstoffe für unser Dorf kaufen. 300 Naira, Sir.‘‘), die ja schon einen gewissen Bezug auf Locke hat, wenn auch nicht die Krankheit seine Lähmung verursacht hat sondern wie wir alle wissen sein Erzeuger. Warum kostet das im Englischen eigentlich nur 200 Naira und im Deutschen 300? Anubis meint: Wechselkurs^^

Auch aufgefallen ist uns Ekos Zwang, etwas Gutes zu tun und so seine schlechten Taten zu rechtfertigen; zum Beispiel der Drogenexport aus Nigeria, damit die Nigerianer keine Drogen nehmen können, und der Mord an dem alten Mann, um Yemis Leben zu retten.

Die Inselhandlung mit Kate, Sawyer, Hurley und Michael ist eher unwichtig, außer, dass Michael unbedingt die Schicht mit Kate tauschen will, damit er wieder Kontakt mit Walt aufnehmen kann.

Zurück zu Charlie und Eko, auch bei ihnen passiert nichts unbedingt großartig spannendes, außer, dass Charlie Eko seine Geschichte erzählt, wie er zu den Drogen kam und, dass Eko Goldie anhand seines Zahnes wiedererkennt.

Im nächsten Flashback sieht man dann, wie Eko Priester wurde und wie er die Marienstatuen kauft.

Mit den Worten ‘‘Uh, I’m LOST!‘‘ (‘‘Äh, ich habe mich verlaufen‘‘!) leitet sich dann die nächste Szene ein, bei der wir etwas mehr herausgefunden haben.

Zuerst zu Smokey. Anscheinend erkennt Smokey noch etwas Gutes an Eko oder er hat noch etwas vor (was wir eher glauben, weil uns fällt eigentlich nichts wirklich schlechtes ein, was Eko noch auf der Insel, nach seinem Treffen mit Smokey gemacht haben könnte, was Smokey so verärgert haben könnte, dass es ihn dann auf einmal töten wollte), zum Beispiel die Kirche zu bauen, die er Yemi noch schuldet. Deshalb lässt es Eko noch am Leben und tötet ihn erst später.

Was uns verwunderte, allerdings wahrscheinlich von geringer Bedeutung ist, ist Charlies Entfernungsangabe in Kilometern, statt in Meilen (‘‘It`s about a kilometre that way!‘‘ (‘‘Es ist einen Kilometer da lang.‘‘)). Es könnte etwas damit zu tun hat, dass Dominic Monaghan (Charlie) gebürtiger Deutscher ist, was uns aber eher unwahrscheinlich erscheint. Vielleicht kann ja einer erklären, ob man in England in Kilometern rechnet, weil eigentlich erinnere ich mich noch daran, dass auf den Straßenschildern in England Meilen standen.

Walts Aussage oder dessen, den wir für Walt halten, am Computer von wegen "They’re coming back soon!" hat uns ein wenig an Jacob erinnert. Naja, der Wortlaut ist anders, aber es klingt nun mal sehr ähnlich. Das könnte ein Hinweis darauf sein, dass Walt, doch mehr mit Jacob zu tun hat, als wir vermuten.

Außerdem frage ich mich noch immer, was so schlimmes passiert, wenn man über den Computer mit anderen kommuniziert, weil meiner Ansicht nach, ist überhaupt nichts passiert. Ist es etwa ein Teil des Experiments? Wenn das nicht so wäre, hätte man die Kommunikation unter den Computern einfach unterbinden können, indem man die Computer der Stationen einfach nicht verbindet. Da hake ich, Anubis2705, ausnahmsweise mal direkt ein: Geht nicht wegen der Protokolle, die zur Perle gesendet werden. Gäbe es keine Verbindung zu den anderen Stationen, könnte man nicht sichergehen, dass alles vorschriftsmäßig abläuft.

Zu dem letzten Flashback von Eko habe ich ja bereits oben etwas geschrieben.

Auch interessant ist das Auftreten von Ana-Lucia und Libby, direkt nach einander (obwohl das wohl eher ein Zufall ist (aber gibt es überhaupt Zufälle?)), direkt nach Szene, in der es um den Tod geht – der Szene mit dem Verbrennen des Flugzeugs.

So, jetzt bin ich wieder am Drücker. Beginnen wir mal mit der "fehlerhaften" Wiedergabe des 23ten Psalms. Ich persönlich wäre vorsichtig mit der Annahme, der Fehler läge bei Eko, denn es gibt schließlich nicht nur mehr als eine Bibelübersetzung, sondern sogar verschiedene Fassungen der verschiedenen Übersetzungen. Allein im Deutschen bin ich auf der Suche nach einer geeigneten Version gleich auf fünf verschiedene Varianten gestoßen und die in meiner Bibel war noch anders und leider nicht sehr schön. Dann kommt noch hinzu, dass Englisch nicht Ekos Muttersprache ist und er den Psalm vielleicht nie in einer englischen Bibel nachgelesen hat und ihn hier einfach nach Gutdünken übersetzt.
Psalm 23 - Deutsch
Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens Willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn Du bist bei mir, Dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkst mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang und ich werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.

23rd Psalm - Englisch
T
he Lord is my Shepherd; I shall not want. He maketh me to lie down in green pastures: He leadeth me beside the still waters. He restoreth my soul: He leadeth me in the paths of righteousness for His name' sake. Yea, though I walk through the valley of the shadow of death,I will fear no evil: For thou art with me; Thy rod and thy staff, they comfort me. Thou preparest a table before me in the presence of mine enemies; Thou annointest my head with oil; My cup runneth over. Surely goodness and mercy shall follow me all the days of my life, and I will dwell in the House of the Lord forever.

Mich wundert aber etwas, dass ihr zwei nicht auf den Inhalt des Pslams eingeht. Allein schon beim allerersten Satz gehen bei einem doch die Alarmglocken an: "The Lord is my Shepherd". Wie im Deutschen auch sind geringfügige Lautverschiebungen bei Nachnamen (z.B.: "Schmied" wird zu "Schmidt") nichts ungewöhnliches, weshalb ich es schon bemerkenswert finde, dass Jacks Nachname Shephard ist. Der Rest des Textes schreit zudem förmlich nach Jacob. Von der Zahl 23 will ich gar nicht erst anfangen.

Zu Claires Verhalten: Auch wenn einem Charlie irgendwo leid tut, kann ich sie voll und ganz verstehen. Welche Mutter will schon einen Heroinjunkie samt Stoff neben ihrem Kind schlafen lassen? Was sie aber wohl am meisten aufregt, ist der Vertrauensmissbrauch. Er verschweigt ihr erst seine Sucht lange Zeit und dann das mit der Statue... und selbst da gibt er es nicht einfach zu, sondern versucht weiter sie für dumm zu verkaufen.


Dann hatten ihr noch die Frage aufgeworfen, warum Cerberus seine Meinung ändert. Ich denke mal, dass unser Monster Eko wohl getötet hat, weil er sich weigerte seine Sünden zu bereuen. Smokey testet Eko und er besteht den Test nicht. Aber damit können wir uns immer noch auseinandersetzen, wenn es an der Zeit ist. Ehe ich nun zu meinen eigentlichen Ergänzungen komme, möchte ich mal ein paar Fragen aufwerfen:
- Wie haben die Schmuggler das Heroin eigentlich in die Statuen bekommen, ohne diese sichtbar zu beschädigen?
- Wann und wie hat Charlie die ganzen Statuetten gebunkert?
- Was wusste Yemi, dass ihn so aufwühlte? Warum wollte er Eko um jeden Preis davon abhalten, in dieses Flugzeug zu steigen?
- Wieso sollte es für Walt von Interesse sein, ob Michael allein ist? An Michaels Stelle wär' ich da schon misstrauisch geworden.

Mich hat etwas gewundert, dass ihr zwei so gar nicht auf die Hypothese der vertauschten Lebenswege, die schon seit geraumer Zeit existiert, eingegangen seid. In der Eröffnungsszene sucht Yemi bei Eko Schutz, ehe Yemi dann von den Rebellen weggeführt wird und die Knarre in die Hand gedrückt bekommt. Dies wäre Yemis Schicksal gewesen, doch Eko hat einen freien Willen und greift ein - das Kreuz geht von Eko an Yemi über und so lebt Eko Yemis Leben als Rebell und Yemi lebt Ekos Leben als Priester. Dass Yemi vermutlich besser zum Leben eines Verbrechers gepasst hätte, zeigt sich in seiner maßlosen Arroganz und seinem dogmatischen Umgang mit den Kirchenlehren. Er leiert die Glaubenssätze runter wie eine alte Drehorgel, doch zu verstehen, was sie wirklich bedeuten, dazu ist er nicht in der Lage. Damit er sich und der Welt das Gegenteil vorgaukeln kann, trägt er seine Rolle als Priester auch so nach außen. Er sagt Eko auch, er sei habgierig. Avaritia (Habgier) ist eine der sieben Todsünden - Superbia (Hochmut) allerdings auch.

Apropos die Sieben Todsünden. Wie sieht denn da die Bilanz unserer Losties so aus?
- Superbia (Hochmut): Jack, Charlie, John, Ana-Lucia, Sayid, Daniel, Boone, Rose und Bernard
-
Avaritia (Habgier): James, Charles, Miles, Niki, Paulo und Eko
-
Luxuria (Genusssucht, Wollust): Frank (Alkoholismus), Juliet, Niki und Paulo
- Ira (Zorn, Rachsucht): Ana-Lucia, John, James, Michael, Ben, Sayid, Jack, Kate und "Samuel"
- Gula (Maßlosigkeit, Völlerei): Hurley
-
Invidia (Neid): Boone, Eko, Kate, Jin und Michael
-
Acedia (Trägheit): Michael, Shannon, Sun, Libby und Desmond
Man sollte allerdings nicht vergessen, dass der Begriff "Todsünde" ziemlich irreführend ist. Eigentlich geht es um sieben Hauptlaster der katholischen Glaubenslehre. Zu der Frage, wann welche Sünden vergeben werden (können), will ich mir mal jedwede Ausführung sparen, denn das Thema hatten wir oft genug und werden es in Zukunft noch mindestens genauso oft haben. Ähnliches gilt für den ganzen Kram rund um die Beichte.
Kommen wir zu den Brüdern: Eko merkt an, Aaron sie der Name von Moses Bruder gewesen. Nun wird Moses auch von Ben im Finale von Staffel 5 erwähnt, als er Flocke mit ihm vergleicht. Ferner war es Aaron, der maßgeblich an der Fertigung des Götzen, des Goldenenen Kalbs, beteiligt war. Bedeutender ist hier aber wohl, die Tatsache, dass es sich bei Moses und Aaron um zwei sehr unterschiedliche Brüder handelte - ebenso wie Eko und Yemi oder Charlie und Liam. Charlie betont gegenüber Eko nocheinmal extra, die Heroinsucht sei die Schuld seines Bruders gewesen. Charlie bekräftigt: "
I was a good person." Eko erklärt Yemi jedoch, dass die Welt sich nicht in Schwarz und Weiß teiel und nur eine Priester wie Yemi es sich leisten könne, die Realität derart zu verleugnen, indem er nur in Gut und Böse denkt. Ach, wo wir gerade bei Yemi und Böse sind: Yemi stirbt wie Christian und John fern der Insel und wird dann wiedergesehen und zwar lebend. Es ist wohl sehr offenkundig worauf das hinauslaufen dürfte.
Und jetzt bin ich tot müde... kann ich wohl nicht mehr warten, bis der dicke Knilch mit dem Rauschebart durch unseren Kamin klettert. Sein Glück: Gestern war der Schornsteinfeger da ;-)

Dienstag, 20. Oktober 2009

Ein Opfer, das die Insel verlangt hat

Tag 25 – 16.10.2009:

Zeit für den Deus Ex Machina. Aber was ist eigentlich ein Deus Ex Machina? Ich schätze mal, dass die wenigsten, die nicht Latein hatten und sich überdies mit Germanistik bzw. der Dramatik als Literaturform beschäftigt haben, das wissen. Als die Episode das erste Mal lief, wusste ich es auch noch nicht, daher halte ich eine kurze Erklärung des Begriffs mal für angebracht – zunächst zur Übersetzung: „Deus“ = „Gott“ – taucht heute noch oft in Kirchenliedern auf oder auch in der weiblichen Form „Dea“ im Namen einer Tankstellenkette, deren Namen ich wegen der Schleichwerbung natürlich nicht direkt ansprechen kann^^. „Ex“ (oder einfach nur „e“) heißt nicht wie einige jetzt meinen könnten „ehemalig“, sondern „heraus“ – wie etwa in „explodieren“, „emigrieren“ („auswandern“) oder „exzerpieren“ („herausziehen“). Okay, was „Machina“ bedeutet kann sich wohl wirklich jeder denken. Der Deus Ex Machina ist also der „Gott aus der Maschine“. Gemeint ist damit aber heutzutage eine nicht sehr elegante, aber häufig verwendete Erzähltechnik. In den antiken griechischen Tragödien wurde ein nicht mehr zu lösendes Problem am Ende oft dadurch gelöst, dass einer der Götter auftrat und das Problem aus der Welt schaffte. Oder aber er trat auf um der Geschichte eine plötzliche, überraschende Wendung zu geben. Um den Gott jedoch als solchen kenntlich zu machen und von den anderen Figuren abzuheben, ließ man ihn meist mit Hilfe einer Maschine auf die Bühne „schweben“. In modernen Dramen, aber auch Filmen und Serien bezeichnet Deus Ex Machina also ganz allgemein einen gegen Ende auftauchenden Charakter, der entweder die Problematik auflöst oder der Story eine überraschende Wendung gibt, oder eine nicht zu erahnende Wendung selbst. „Lost“ bildet wohl einige der wenigen Ausnahmen im Gebrauch dieser Erzähltechnik, da sie hier wirklich geschickt genutzt wird ohne ironisch gemeint zu sein (ein berühmtes Beispiel für einen satirischen Deus Ex Machina findet man in Brechts „Dreigroschenoper“). Zumeist ist ein Deus Ex Machina mehr eine aus der Verzweiflung geborene Figur nicht sonderlich talentierter Autoren. Ein Lost-Charakter hat sich den Titel Deus Ex Machina mehr als redlich verdient und wir haben keine Ahnung, was er durchmachen musste, um dahin zu kommen.

Warum die „Lost“-Autoren nun ausgerechnet dieser Folge den Titel „Deus Ex Machina“ gaben, sei mal dahingestellt, denn mir würden etliche Episoden einfallen, wo der Titel mehr zugetroffen hätte. Aber auf unseren Deus Ex Machina (könnte generell ein neuer Spitzname für Jacobs Gegenspieler werden – denn er hat ja bisher so wenige) gibt es in dieser Folge wieder einige Querverweise, denn es geht mal wieder um Betrug, Verrat, Geduld, Fallen und natürlich auch um Schlupflöcher. Es scheint mir sinnig, die Handlungsfäden komplett getrennt voneinander zu betrachten, obgleich sowohl Insel- als auch Flashback-Handlung in dieser Folge gleichwertig brisant sind wie sonst nur in Folgen, die einen der Anderen zentrieren – okay, jetzt werden einige sagen: „Tut die doch!“ Aber ihr wisst, dass es vor allem darum geht, dass man sonst eigentlich nur dann derart den Atem anhält, wenn die Flashbacks auch die Geschichte der Insel aufdecken.

Also ab in einen Spielwarenladen – überhaupt eine sehr angenehme Location (außer kurz vor Weihnachten): Locke erklärt hier den Kampf zwischen Jacob und „Sam... mein, Fehler! Natürlich erklärt Locke lediglich das Spiel „Mouse Trap“. Gaaaaaaanz zufällig ist das auch Johns Lieblingsspiel. Konnte er schon mal für die Insel üben, denn so groß ist der Unterschied zwischen Wildschweinen und Mäusen nun auch nicht, außerdem funktioniert es aber auch mit annähernd glatzköpfigen Spielwarenverkäufern, die eine Niere zuviel haben, reichen Ehefrauen, deren Männer ein paar Millionen zu viel haben, und natürlich mit teppichknüpfenden „Göttern“, die eine ganze Menge Selbstvertrauen zu viel haben. Letztlich bleibt festzuhalten, dass wir nun das dritte Spiel gefunden haben, das eine Analogie zur Handlung von „Lost“ darstellt: Backgammon, Schach und nun „Maus reiß aus!“ (da haben sich die deutschen Übersetzer – anders als meine Wenigkeit – mal wieder nicht die Mühe gemacht, zu recherchieren wie das Spiel bei uns nun wirklich heißt und es einfach „Fang die Maus“ getauft). Was haben all diese Spiele gemeinsam? Zunächst einmal gibt es zwei Seiten – „eine ist hell, eine dunkel“. Während Schach jedoch rein strategisch ist, beinhalten die anderen beiden durch den Würfel auch ein Zufallselement. Verbleiben wir mal kurz bei diesen drei Spielen und ihrem Bezug zu „Lost“ – beginnen wir mit dem wohl präsentesten und treffendsten: Schach.

Der Kampf zwischen Jacob und „Samuel“ kommt einem Schachspiel eigentlich am nächsten. Die beiden Könige sind nicht in der Lage sich selbst zu schlagen, weil man sich mit dem eigenen König ins Schach begeben müsste, um in Schlagweite zu kommen. Es ist also mindestens eine weitere Figur von Nöten, um den gegnerischen König matt zu setzen. Des weiteren wird kein Schachspieler widersprechen, wenn ich sage: manchmal können es sogar die eigenen Figuren sein, die einem zum Verhängnis werden, weil sie entweder dem Gegner Deckung geben oder einem selbst im Weg stehen – ist zwar selten, kommt aber vor. Vor allem ist Schach aber ein Spiel, bei dem man seinen Gegner einschätzen können muss. Man muss mögliche Züge gegnerischer Figuren lange im Voraus berechnen und jeden noch so kleinen Bauern genau im Blick behalten. Die denkwürdigste Schachpartie bei „Lost“ bekam sogar ihre eigene Mobisode und wiedereinmal verlangt Ben uns Respekt ab, denn wer es schafft beim Schach zu bescheißen, hat es schon wieder verdient zu gewinnen, denn so einen Gegner muss man auch erst mal finden. Ferner muss Locke den Schachcomputer der Flamme schlagen, um die Station zu sprengen. Aber auch Mathias und Henrik spielen Schach.

Backgammon, was ich offengestanden noch nie gespielt habe, ist eine Mischung aus Glücks- und Strategiespiel und beinhaltet somit auch die beiden in „Lost“ immer wieder thematisierten Faktoren: Schicksal und freier Wille. Aber was ist nun mit „Maus reiß aus!“? Wie uns Locke hier erklärt, muss man in diesem Spiel aus mehreren Einzelteilen eine Falle konstruieren und deren Auslösung exakt timen, um den Gegner zu besiegen. Die Parallelen zum Kampf zwischen Jacob und „Samuel“ braucht man da wohl schon nicht mehr aufdröseln.

Bereits in dieser Szene wird John von der Therapeutin aus „Eiskalte Engel“ (falls ihr euch gefragt habt, warum euch die Schauspielerin so bekannt vorkommt) angesprochen und nach Bällen gefragt. Auf dem Parkplatz steht sie dann wieder rum und als John ihr hinterher will, wird er angefahren. Auch das ist mittlerweile ja keine Seltenheit mehr bei „Lost“: Michael, Nadia (vermutlich kein Unfall) und zwei Andere (bei denen war es aber definitiv kein Unfall). Wirklich interessant wird es aber erst, als John mit Emily einen Kaffee trinken geht und sie ihm eröffnet, sie sei seine Mutter. Jetzt wissen wir zwar, dass alles, was sie ihm so erzählt, dem einen Zweck folgt, Anthony eine Niere zu besorgen, damit der ihr Geld gibt. Echt klasse Eltern hat unser John da... mal wieder etwas, das er mit Ben, aber auch Daniel, Penny, Sun, Kate, Boone und Shannon gemein hat. Doch würden wir nur für einen Moment mal annehmen, es sie kein Vorwand und sie würde die Wahrheit sagen, dann würden wir hier einige bemerkenswerte Hinweise erhalten. Emily bezeichnet John als „special“ („besonders“) und meint ihr Zusammentreffen, sei ein Vorbote großer Ereignisse. Sie behauptet sogar, John sei eine unbefleckte Empfängnis gewesen. Obgleich ich persönlich nicht viel von der Theorie halte, John könnte Jacobs Sohn sein, wäre das ein Indiz, was dafür spräche, da hier ein ganz klarer Bezug zu Jesus Christus aufgebaut wird, den wir in so eindeutiger Form allenfalls noch bei Ben, Aaron oder Jacob selbst finden können. Cooper meint über die Story mit der unbefleckten Empfängnis selbstgefällig: „Really? Well, I guess that makes me god, huh?“ („Wirklich? Tja, dann schätze ich, dass macht mich dann wohl zu Gott, hä?“). Selbstverständlich spricht aber der Rest dieser Episode gegen Jacob als Johns Vater, denn wäre John Jacobs Sohn, wäre er kaum der Idealspender für Anthony Cooper.

Der muss seinen Sohn allerdings erst einmal ordentlich einlullen und braucht dazu einen verdammt langen Atem (gut für ihn, dass er’s an der Niere und nicht an der Lunge hat^^). Von Anthony Cooper lernt John zumindest eines, was ihm und anderen auf der Insel mehr als nützlich sein wird: das Jagen. Vielsagend ist hier vor allem die Szene mit den Vögeln: Erst müssen sie aufgescheucht werden, ehe man sie erlegen kann. Dass Cooper eine Niere von John will, bringt er natürlich nicht selbst zur Sprache – ganz im Gegenteil: er gibt sogar vor, seine Erkrankung vor John verstecken zu wollen. Ferner sagt er vor der OP zu John: „See you on the other side, son.“ („Ich seh’ dich auf der anderen Seite, Sohn“) Später einmal wird John froh sein, dass ihm eine Niere fehlt. Allerdings stellt sich da bis heute die Frage, ob Ben in Kenntnis von John Krankengeschichte auf die Entfernung nicht absichtlich dahin geschossen haben könnte, um John einem letzten Test zu unterziehen, denn wie sagte Ben: „Dann wollen wir hoffen, dass er jetzt dir hilft!“ Als John Coopers perfiden Plan durchschaut, ist es schon zu spät und John läuft wie ein Panter im Käfig vor dem Zufahrtsgitter von Coopers Villa auf und ab. Er ist so rasch aus dem Krankenhaus abgehauen, dass die Wunde von der OP nicht richtig verheilt war – man sieht einen Blutfleck an Johns Rücken. Auch am Ende der Inselhandlung sehen wir John verzweifelt, wütend und mit Blut am Rücken um Einlass flehend. Doch ehe er fluchend gegen die Luke hämmert, ist noch einiges passiert.

Die Inselhandlung beginnt mit John und Boone beim Bau eines Trebuchets (ihr seht: da ist ein „T“ am Ende – zumindest im Nominativ, da das jetzt ein Genitiv ist, ist eigentlich ein „s“ am Ende, aber wir wollen ja nicht kleinlich sein). Mich wundert irgendwie, dass aus dem Inneren der Luke – also von Desmond – so gar keine Reaktion kommt und auch später nie davon gesprochen wird, dass Locke eine aus Bambus und Wrackteilen gebastelte Blide auf sein Dach krachen ließ. Übrigens ist Boones Einwand gar nicht so verkehrt, denn Katapult ist lediglich der Überbegriff für alle Arten von mechanischen, schweren Wurfapparaturen und –Waffen also auch für Trebuchet/Blide, Balliste, Onager, Warwulf etc.. Bei dem Unfall mit dem Trebuchet verletzt Locke sich das Bein ohne es zu bemerken: er beginnt das Gefühl in den Beinen zu verlieren. Die Mächte der Insel fangen damit an Boones Tod vorzubereiten.

Locke wartet begierig auf ein Zeichen der Insel, doch interpretiert er es falsch – aber das sollte er wohl auch. Wer schickt Locke seine Vision überhaupt? Die Insel selbst? Jacob? „Samuel“? Das Monster? Noch eine andere Kraft? Die Vision enthält Hinweise auf die kommenden Ereignisse. Locke konzentriert sich aber wie so oft nur auf das, was er auch sehen will: Die Beechcraft, deren Absturz er Jahre zuvor selbst miterleben wird. Doch was sagt ihm die Vision wirklich?

Boone ist wütend auf John, der sich und die Insel verteidigt und so seinen Glauben bestätigt. Dann kommt der langersehnte Hinweis, an dem Boone zweifelte, angeflogen. Emily zeigt gen Himmel – Lockes Mutter, in die er Vertrauen setzte und die ihn betrog. Plötzlich ist Boone blutüberströmt und sagt immer wieder: „Theresa falls up the stairs. Theresa falls down the stairs.“ („Theresa fällt die Treppe rauf. Theresa fällt die Treppe runter.“) Locke findet sich handlungsunfähig in seinem Rollstuhl wieder und brüllt: „Don't take it back!“ („Nimm es mir nicht wieder weg!“) Ist das nicht genau das, was an der Beechcraft später passiert? Locke ist unfähig zu klettern, also erklimmt Boone den Felsen und steigt in die Beechcraft, mit der er hinabstürzt und sich lebensgefährlich verletzt. Die Insel hat genau gesagt, was passieren würde, sogar dass er sich an Boones Tod so schuldig fühlen würde, wie jener an Theresas. Dass Theresa von Boone in der Vision erwähnt wird, war weniger dazu da, um Boone zu überzeugen, sondern war vor allem ein Teil der Botschaft an Locke. Warum also nimmt die Insel Locke seine Fähigkeit, wieder zu laufen, kurzzeitig wieder weg? Eben weil er so nicht ins Flugzeug klettern kann und Boone es tun muss. Nachdem die Beechcraft vom Fels gestürzt ist, kann Locke wieder laufen, trägt Boone zu den Höhlen und verschwindet danach binnen Sekunden im Wald, lässt Boone zum Sterben bei Jack zurück, weil der ihn aufgrund von Lockes Lüge falsch behandelt.

In Johns Vision ging es nie darum, ihm einen Weg in die Station unter der Luke zu weisen, sondern einzig und allein darum, dass die Insel mit Boone ein Opfer verlangte. John hat es ihr geliefert. Ob das Ganze nun tatsächlich nur darauf abzielte, Desmond vom Selbstmord abzuhalten, sei mal dahingestellt. Ich denke, dass da noch mehr dahintersteckt. Was werde ich wohl bei „Schade nicht“ näher thematisieren. Es gibt aber auch ein paar eindeutige Hinweise auf spätere Ereignisse in der Handlung von „Lost“, die mit der Beechcraft in Zusammenhang stehen: Der Funkspruch, den Boone absetzt, wird von Bernard beantwortet; als die Beechcraft auf dem Boden auftrifft ist kurz ein hohles, metallischen Geräusch zu vernehmen, weil das Flugzeug auf die Luke zur Perle aufgeprallt ist; die Leichen der Priester sind ein Hinweis auf Eko und Yemi; die Drogen verweisen schon hier auf eine weitere Prüfung für Charlie – ähnlich wie bei Hurley mit dem Essen in „Dave“. Gleichzeitig sind die Statuen mit den Drogen natürlich auch von einer gewissen Ironie geprägt – wie schon Marx sagte: „Religion ist Opium fürs Volk!“ Und machen sich die Mächtigen der Insel nicht genau das zunutze? Zeigen John Visionen, heilen ihn, machen ihn zu einem Gläubigen, indem sie ihm kleine Geschenke geben, um ihn so kontrollieren zu können.

Gucken wir uns zu guter letzt noch mal eben die Story um Sawyers Kopfschmerzen an. Ein paar Dinge sind mir auch da aufgefallen. James erwähnt gegenüber Jack, sein Onkel sei an einem Gehirntumor gestorben – also mal wieder einer mit Krebs. Nur hat man den anders als Ben, Rose und Rachel doch schon längst wieder vergessen. Sawyer braucht also eine Brille. Aber warum zum Teufel hat Jack tatsächlich welche parat? Hat der zusammen mit den Medis jetzt also auch Brillen gehortet, falls mal einer plötzlich an Fehlsichtigkeit erkrankt? Okay, genau das ist passiert, aber genau das ist ja so ungewöhnlich. So was ist ein schleichender Prozess, der nicht nur mit Kopfschmerzen, sondern vor allem mit trockenen, gereizten Augen einhergeht. Und zu Hurleys Kommentar: „Dude, it looks like someone steam rolled Harry Potter.“ („Alter, scheint wohl als stünde einer da voll auf Harry Potter.“) kann ich nur sagen: da kannte er den jungen Ben wohl noch nicht^^.

„Schade nicht“ kommt wohl gegen Abend. Wir lesen uns!