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Donnerstag, 29. April 2010

„See you in another life, brotha!“

The Last Recruit – Review Part II:

Zunächst einmal: Sorry, dass es solange gedauert hat, aber ich war am Wochenende nicht so wirklich auf der Höhe und hab schreibtechnisch Nichts auf die Reihe bekommen: „Omega“ blieb ebenso liegen wie die zweite Hälfte der Review. Aber wir haben ja eh’ eine Woche Pause und so ist es vielleicht gar nicht mal so schlecht, dass sich das nun etwas streckt, verkürzt euch dann hoffentlich wenigstens die Wartezeit auf „The Candidate“.

Bevor ich jetzt zu den Flash Sideways komme, noch mal ein paar Worte zum ersten Teil, wo ja viele ihren Unglauben gegenüber der Jack-Ist-Gestorben-Theorie geäußert haben. Ich selbst bin auch nicht 108%ig davon überzeugt und wäre gewiss nicht happy darüber, aber es scheint mir dann doch irgendwie darauf hinauszulaufen, obwohl es nicht völlig stimmig wäre. Doch wenn uns Staffel 6 eines gelehrt hat, dann doch: auch bei „Lost“ ist nicht immer alles vollkommen logisch... leider passieren auch hier ab und an Schnitzer in der Handlung, die gravierender sind als ein falsches Geburtsjahr. Was mich dann viel mehr stört ist, wenn dann als Lösung zu solchen Fragen immer eine der folgenden fünf Erklärungsmodelle herhalten muss:

1. Jacob war’s.

2. MiB war’s.

3. Die Insel war’s.

4. Es ist eine Halluzination.

5. Die marode Raum-Zeit oder eine alternative Zeitlinie ist schuld.

Der letzte Punkt ist dann auch eine gute Überleitung zu den Flash Sideways, wo Desmond in bester Jacob-Manier lose Enden zusammenfügt und so langsam aber sicher seinen Teppich knüpft. In der letzten Folge sahen wir Desmond zuletzt, als er John nach einem kurzen Plausch mit Ben über den Haufen gefahren hat. Ben sitzt mittlerweile neben John im Krankenwagen und versucht sein Möglichstes dem Sanitäter und Locke zu helfen. Leider kann er nur mit zwei sachdienlichen Informationen aufwarten: John war bereits querschnittsgelähmt UND sein Nachname ist Locke. John kommt zu Bewusstsein und keucht Ben zu, er solle Helen Norwood finden – er habe sie heiraten wollen. Ben erwidert, das werde er auch. Die Ironie dieser ganzen Konstellation muss man wohl kaum noch mal hervorheben, oder?

Sie erreichen das Krankenhaus zeitgleich mit Jin und Sun, die angeschossen auf einer Trage liegt und bei Johns Anblick immer wieder panisch schreit: „It’s Him!“ („Das ist Er!“) – okay, ist eigentlich etwas albern den Untertitel wiederzugeben und dann zu übersetzen, doch diese spezielle Phrase erkennen wir wohl im Englischen bald besser wieder als im Deutschen. Sie erinnert sich offenkundig – aber an wen? Sie sagt keineswegs „Das ist John“, sondern „Das ist Er!“ und jeder von uns weiß mittlerweile, dass, wenn von „Ihm“ die Rede ist, nicht zwangsläufig Jacob gemeint ist (wie man uns lange weismachen wollte), sondern meist der Mann in Schwarz und den glaubt Sun in John nun wiederzuerkennen. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass sie den Mann in Schwarz im Gegensatz zu den meisten (und vor allem zu uns) einzig und allein in der Gestalt John Lockes kennt.

Derweil sitzt Kate nun bei James Ford auf dem Polizeirevier und wieder einmal beweist sie uns, dass sie in Sawyer...ähm in James natürlich lesen kann wie in einem Buch – ungeachtet der Zeitlinie. Mehr als das und die Antwort auf die Frage, warum James Kate am Flughafen laufen ließ, kann uns diese Szene dann auch nicht wirklich bieten. Miles taucht auf und so wird gleich ein weiterer Lebensfaden in den Teppich der Alternativen Zeitlinie eingewoben. Eine gute Gelegenheit mal einen Blick auf die Verknüpfungen der Alt zu werfen. Fassen wir noch einmal zusammen:

· Kate und Claire treffen sich im Taxi, das Kate entführt. Später helfen sie einander, wobei sie unter anderem Ethan treffen.

· Kate trifft nun (in „The last Recruit“ bzw. eigentlich ja schon in „Recon“) erneut auf Detective James Ford (alias Sawyer alias Jim LaFleur), der mit Miles zusammenarbeitet und auf der Jagd nach Lockes Vater ist.

· Die beiden nehmen nun bald Sayid fest, der kurz zuvor Keamy, Omar und Mikhail über den Haufen geschossen und Jin befreit hat, der mit Sun gerade bei dem Krankenhaus ankommt, in dem Jack arbeitet.

· Auch Locke, der jetzt mit Ben und Arzt zusammen an einer Schule arbeitet, nachdem Rose, zu der Hurley John geschickt hatte, ihm nicht so recht weiterhelfen konnte, wird zeitgleich mit Sun dort eingeliefert, weil Desmond ihn umgefahren hat.

· Desmond wiederum arbeitet für Charles, der ihn im Auftrag von Eloise und für Daniel losschickt, um Charlie aufzugabeln.

· Dabei wird er von George gefahren.

· Charlie und Daniel brabbeln etwas von ihrer großen Liebe: Claire bzw. Charlotte.

· Charlotte ihrerseits hatte ein Date mit James.

· Und Claire? Die begegnet Desmond nun zum zweiten Mal (wie zuvor schon Hurley) und trifft bei Anwältin Ilana auf ihren Halbbruder Jack, der kurz darauf weggerufen wird, weil er John operieren soll.

· Jacks Sohn Dave bewirbt sich bei der selben Musikschule wie Dogens Sohn auch.

· Wo wir bei Schulen sind: Ben ist nun der Geschichtslehrer von Alex.

· Außerdem trifft Hurley noch Libby wieder.

Hab ich wen vergessen? Ich hoffe nicht... bis auf Frank sind also alle, die in der Original-Zeitlinie noch leben, und auch der überwiegende Anteil der bereits verstorbenen auch fern des Flughafens wieder miteinander verknüpft. Klar, man könnte jetzt noch bei jeder Begebenheit ganz doll ins Detail gehen, aber im Wesentlichen läuft es doch darauf hinaus, dass sie alle wieder zusammenfinden und wenn es nicht von selbst klappt, hilft Desmond etwas nach – nimmt Kurskorrekturen vor. Apropos Desmond: Mir kommt gerade mal so eine total verrückte Idee: vielleicht hat Sayid ihn in der Original-Zeitlinie ja doch erschossen, aber da für Desmond die Regeln nicht gelten, kann sein Bewusstsein aus der Alt jetzt rüber – was theoretisch auch MiB mit Johns Körper passieren könnte, denn der Locke in ihm schlägt ja immer öfter durch.

Desmond passt Claire in der Alternativen Zeitlinie ab, als die zum Adoptionsbüro unterwegs ist, und schleift sie zu einer Anwältin, die schon händeringend nach einer gewissen Claire Littleton, die im Testament eines ihrer Klienten bedacht wird, sucht: Ilana Verdansky. Wunder gibt es immer wieder – heute oder morgen können sie geschehen – meistens dann, wenn Jacob – in der Nähe ist. Sorry, aber seit ich gestern diese Honda-Werbung im Lokalradio gehört habe, geht mir dieser Song nicht ausm Kopf... . Wo war ich? Oh, ja ganz zufällig taucht auch Jack bald auf, weil er mit David der Testamentseröffnung beiwohnen will. Kaum hat Jack Claire kennen gelernt, wird aber schon ins Krankenhaus gerufen: Ein Notfall – ein glatz- und überaus dickköpfiger Notfall um genau zu sein. Denn wen bekommt Jack da auf den Tisch? Natürlich jenen Mann, den er schon am Flughafen am liebsten gleich vor Ort auf dem Gepäckband operiert hätte – einfach, damit er mal wieder was hinkriegen kann. Man kann schon ahnen worauf das hinausläuft: Dieses Mal ist es keine Insel, die John heilt und ein nicht ganz freiwilliger Eingriff wird ihm auch keine Niere stehlen, sondern die Fähigkeit zu Laufen wiedergeben. Kurzum: Jack’s gonna fix it!

Was noch? Zu Sun im Krankenhaus und Sayids Festnahme kann man wenig sagen. Außer vielleicht: James beweist mal wieder sein Können in Sachen Planung, denn die Nummer mit dem Gartenschlauch war kultverdächtig. Aber damit verbleibe ich wohl dann auch bis nächste Woche zu „The Candidate“, denn letztlich war diese Folge wohl die letzte Bastion vor dem bombastischen Showdown und die zweiwöchige Pause ist – wie Gandalf es nannte: „Das große Luftholen vor dem Sprunge!“ Schönes Schlusswort: Bis zum Kandidaten, der passender Weise kurz vor der Landtagswahl läuft – aber es gibt bekanntlich keine Zufälle!

Mittwoch, 21. April 2010

The Last Recruit – Review Part I

Heute verzichte ich mal auf „erste Eindrücke“ und es kommt direkt die erste Hälfte der Review, denn nach der Folge ist vor allem Gedankenordnen angesagt und so hab ich mich entschlossen, mich sofort um die Inselhandlung zu kümmern.

MiB behauptet gegenüber Jack also, er wäre Christian und ich schätze mal, dass ich nicht der einzige bin, den das derzeit am meisten beschäftigt. Klar, viele haben es geahnt und gemutmaßt und auf den ersten Blick scheint es logisch – auf den zweiten nicht mehr. Warum?

Christian erschien sowohl Michael als auch Jack fern der Insel. MiB schafft es ohne Boot nicht mal zur Hydra und als Jacob noch lebte, dürfte es umso unmöglicher gewesen sein. Wie sollte er also in der Gestalt Christians Jack erscheinen? Claire, die mit MiB ebenso zusammenhängt wie Christian, erschien Kate fern der Insel und warnte sie, sie solle Aaron nicht zurückbringen und das, obwohl Claire annimmt Aaron sei bei den Anderen. Jetzt könnte man mutmaßen: Beides war MiB, der sich irgendwie als Vision in der Losties Köpfe setzt. Das Problem: Kate schlief, Jack und Michael waren wach; Claire lebt, Christian ist/war tot. Dann wäre da Johns Treffen mit Christian am Rad – wie kann es MiB schaffen Christians Gestalt anzunehmen, ehe der gestorben ist, denn Christian/MiB müsste sich sonst vor Bens Eintreffen schon am Rad aufgehalten haben, um so bei der Verschiebung in der Zeitblase des Rads zu sein. So anfällig wie MiB für diese Art von Feldern ist, ist das schwer vorstellbar, denn könnte er in die Nähe des Rades, wäre er damit schon längst geflohen. Aber das Todschlagargument ist ein ganz anderes: Wie soll MiB gleichzeitig bei Sun und Frank im Dharma-Dorf gewesen sein, wenn er als Locke auf der Hydra-Insel ist und sich zwischen den beiden ohne Boot nicht einmal bewegen kann? Ist Christian auf der Insel also wirklich MiB gewesen, so muss ich sagen, dass die Autoren uns dann bitte erklären müssen, warum das möglich war, wenn MiB doch nun in Johns Gestalt gefangen ist. Ganz abgesehen davon, wüsste ich gerne, wieso MiB gegenüber Vincent Jack als seinen Sohn bezeichnen sollte? Außer natürlich MiB wäre Jacks Vater und nicht Christian ;-).

Aber warum sollte MiB lügen? Hier nun also meine Master-Theorie zu MiBs REKRUTEN: Ilana sagt ganz klar, dass MiB jetzt rekrutiert. Anzunehmen, dass er damit die Leute meint, die er um sich versammelt, war wohl ein großer Denkfehler. Rekruten sind Menschen, die gestorben sind und von MiB zurückgeholt werden. Das hat er mit Sayid (im Tempel durch das „verdorbene“ Wasser) und Claire (nach der Explosion – der Sonarzaun war aus und Miles macht im englischen O-Ton bekanntermaßen eine entsprechende Bemerkung, was mal wieder zeigt wie ärmlich die deutsche Synchro ist) gemacht. Wer sagt uns, dass er es nicht auch mit Christian gemacht hat und ihn einsetzte, um Jack zu manipulieren? Anders als bei John, bleibt Christians Leiche verschwunden. Jetzt will MiB die Insel verlassen und würde Jack glauben, dass sein Vater noch da draußen rumläuft, wäre er kaum bereit zu gehen, denn schließlich ist er wegen Christian zurückgekommen. Sofern Jack die Insel verlässt, kann MiB auch gehen. Bleibt Jack, so muss MiB ihn zu einem der Seinen machen und genau das passiert am Ende der Folge – Jack stirbt und MiB holt ihn zurück. Schließlich sagt er Jack nach der Explosion, er gehöre jetzt zu Ihm – wie Claire und Sayid. Jack ist ein Kandidat und somit wäre sein Tod MiB sehr willkommen, weshalb es keinen Sinn machen würde, Jack zu retten, außer er bindet ihn dadurch an sich: Jack ist der letzte Rekrut.

Wie sich jedoch zu zeigen beginnt, kann man sich auch dann noch gegen MiB entscheiden, denn Claire tut offenkundig genau das. Auch Sayid macht Anstalten, sich von MiB abzuwenden, denn wir sehen zwar wie er bei Desmond ist und dann schon zögert, jedoch nicht wie er ihn tötet. Man muss am Anfang der Folge ferner genau aufpassen: MiB lenkt jack zu der Frage hin, oder? Oder weiß er vielleicht wirklich nicht, worauf jack hinaus will. Dann dieses kurze Zögern, um es dann ganz bereitwillig zuzugeben? Dann wäre da noch Claire, die das gespräch belauscht hat und zuvor MiB und ihren Vater ganz klar als zwei verschiedene Individuen kennzeichnete. MiB bemerkt Claire und lässt sie mit jack allein. Was ist es, das Claire fragt? Sie fragt nicht, ob Jack wisse, dass MiB sich als ihr gemeinsamer Vater ausgab, sondern, ob MiB Jack gesagt hätte, dass er vorgegeben habe, Christian zu sein. Das ist keine Bestätigung von MiBs Behauptung, sondern eine Frage nach einer Bestätigung. Ja, es muss nicht einmal bedeuten: „Hat er dir das auch erzählt?“ Es könnte in der Situation ebenso gut heißen: „Hab ich richtig gehört?“ Zumal sie dann erst feststellt, dass sie nie so etwas wie Familie um sich hatte. Das könnte darauf hindeuten, dass ihr hier bewusst wird, wie sehr MiB sie manipuliert hat, was auch erklären würde, wieso sie sich im späteren verlauf der Folge von ihm abwendet. Ferner sagt sie – das wollen wir nicht vergessen – Jack sei nun „with him“ („gehöre nun zu ihm“), weil er ihn (zuerst) habe sprechen lassen („Let him talk to you“). Letztlich hat das wohl jeder schon zu Beginn der Folge bemerkt: MiB richtet sein Wort ganz schnell an Jack und spricht zuerst. Bleibt nur die Frage: Wann ließ Claire MiB zuerst sprechen... ich würde sagen: da klärt sich die noch fehlende Gedächtnislücke nach der Flucht aus dem Stab.

Bleiben noch zwei Problemfälle: Ben und John. John wird ziemlich offenkundig von Jacob zurückgeholt. Und Ben? Ben wird im Tempel gerettet und womöglich ist er dadurch Jacobs Rekrut geworden und war deshalb (neben John) der einzige, der Jacob töten konnte. Jetzt sind Jack, Sayid und Claire diejenigen, die MiB töten könnten, aber sie wissen es nicht.

Bevor mir jetzt wer eine zu einseitige Analyse unterstellt: natürlich gibt es auch Dinge, die für Christian als Gestalt MiBs sprechen: etwa die Tatsache, dass Christians Gruß an Jack, den John ausrichtet, Jack zurückbringt und ihn John mitbringen lässt. Auch die Manipulation von John, Ben und Claire spräche dafür. Nur das hätte Christian auch selbst als MiBs Rekrut tun können. Tja, und dann wäre da noch die Hütte: Wer war bei Christian, wenn nicht MiB? Oder sah Hurley den echten Christian im Stuhl sitzen und die anderen Christians waren MiB? Wie man es also dreht und wendet: das Rätsel um Christian ist noch keineswegs gelöst. Und sein wir mal ehrlich: Was wäre es für ein gelungener Mindfuck diese ja nun schon recht alte Theorie zu bestätigen, nur um sie dann zu widerlegen. Kurzum: Mir ist die Lösung für Lost-Verhältnisse zu billig und hat schlichtweg zu viele Lücken.

Was sich sonst auf der Insel abspielt, bedarf weniger Worte und daher will ich mich da so kurz wie möglich fassen: Von Ben, Richard und Miles erfahren wir nichts, wobei es mich etwas wundert, dass keiner der Anwesenden mal einen Gedanken an die drei verschwendet. Zoe taucht also in MiBs Camp auf, weil der Charles das „Paket“ geklaut (und – wie wir wissen – in einen Brunnen geworfen) hat... soll ja Glück bringen, sofern Des Geld dabei hatte zumindest. Komisch, dass MiB keinen Austausch vorschlägt, wo er doch so besorgt um seinen Smoking-Club ist. In einem scheint MiB aber tatsächlich Recht zu behalten: Alles, was Charles Widmore interessiert, ist Macht, denn wirklich fair spielt auch Charles nicht – was für eine Überraschung! Die ganze Ränkespielchen und die Frage, wer jetzt wieder wen austrickst, sind zwar spannend anzugucken, brauchen aber kaum analysiert zu werden. James handelt endlich wieder wie Sawyer: „Every Man for himself!“ Kate weiß uns aber positiv zu überraschen und nötig James dazu, Claire doch mitzunehmen, denn die scheint langsam zu kapieren, wer wirklich zu ihr steht und das ist Kate und nicht MiB. Sie gibt zwar vor, MiB zu trauen, doch ihr Handeln beweist, dass dieses Vertrauen bröckelt. Eine aus purer Verzweiflung geborene Allianz mit dem Bösen geht zu Bruch und so langsam ist Claire weniger eine Gefahr für die Losties als für ihren Herrn und Meister... Ben Linus wir hörn dir trapsen^^ - das Problem: Im Gegensatz zu MiB ist Jacob ein leichteres Ziel als jede Boxbirne. Aber wir wünschen Claire viel Glück, wenn sie Ihn umbringen will.

Die Losties wollen also mit der Elizabeth zur Hydra-Insel übersetzen, während MiB darauf wartet, dass James ihn und sein Gefolge abholt. Da Jack aber mittlerweile zu einem Mann des Glaubens geworden ist und verstanden hat, dass die Insel noch nicht mit ihm fertig ist, bleibt er. Interessant ist hierbei die Parallele zum Finale von Staffel 4: Damals sprang James aus dem Hubschrauber und kehrte zur Insel zurück, weil er auch nie wirklich gehen wollte, denn es gab ja nichts, was ihn dort draußen erwartete. Jetzt ist es ausgerechnet James, der Jack dazu bringt, von Bord zu springen und zur Insel zurückzuschwimmen. Jack erinnert sich an die Qualen nach seiner ersten Rückkehr von der Insel und an sein einst mit Ben gefasstes Vorhaben, die Insel nie wieder zu verlassen.

Warum Charles nun wieder den Deal mit James bricht, ist im Moment wahrlich schwer zu sagen... es scheint mir nur langsam so, als wolle Charles noch immer, was er schon in Staffel 4 wollte: Die ganze gottverdammte Insel abfackeln – warum sonst sollte er sie mit Lenkraketen beschießen? Apropos: Sollte ihm nicht eigentlich klar sein, dass er alles mögliche mit den Dingern zerstört, aber nicht den Mann in Schwarz? Der zeigt sich von der Explosion ähnlich beeindruckt wie Gothmog von den fliegenden Mauerfragmenten bei der Schlacht auf den Pelennor-Feldern („Der Herr der Ringe – Die Rückkehr des Königs“).

Für den Moment war das erst einmal das, was mir zur Inselhandlung einfällt. Falls ich was vergessen hab, reiche ich das mit der Review der Flash Sideways zusammen nach. Die kommt voraussichtlich noch im Laufe der Woche.